Social Media und Foren

Mittlerweile ist die Teilnahme an sogenannten “Sozialen Medien” wie Facebook, Twitter und Co. nicht mehr nur bei Jugendlichen hoch im Kurs, auch Unternehmen fangen an, die sich durch die sogenannten Web 2.0 Applikationen bietenden Chancen zu Marketingzwecken zu nutzen. Hier besteht für Verbraucher zum einen das Risiko, dass mit den eingegebenen Daten seitens der Plattformen nicht verfahren wird, wie man dies gerne hätte, zum anderen sind Situationen denkbar, in denen man nach Jahren es nicht mehr angebracht findet, wenn Partybilder von der eigenen Person noch immer im Netz zu finden sind.

Aber auch für Unternehmen, die die immensen Möglichkeiten für Marketing und Meinungsbildung nutzen möchten, ist es unablässlich, diese Seiten rechtssicher zu gestalten, sich gegebenenfalls freiwilligen Regularien zu unterwerfen und auch die medienrechtlichen Besonderheiten einzuhalten. Insbesondere sind hier Datenschutz und das Urheberrecht zu beachten.

Ähnliches gilt in den vielen Foren im Internet.
Die Anbieter, häufig engagierte Privatpersonen, können die Risiken, als Störer bei Urheberrechts- oder Wettbewerbsverletzungen in die Haftung zu geraten, oftmals nicht überblicken. Privatpersonen dagegen sind in solchen Foren oftmals einem Verhalten Dritter wie Beleidigungen ausgesetzt, das man sich z.B. außerhalb des Internets nie gefallen lassen würde. Insofern empfiehlt es sich, zum einen eine verbindliche Hausordnung zu schaffen, um eine Handhabe gegen störende oder pöbelnde User zu haben, andererseits aber auch Schritte zu ergreifen, wenn Dritte mittels Anwälten ein Unterlassen durchsetzen möchten.

Ein nicht unerheblicher Beratungsbedarf besteht auch für Personen, die gezielt von Dritten im Internet gemobbt oder das Ziel von virtuellen Attacken, sog. Cyberbulling werden. Oftmals sind Lehrer solchen Attacken ihrer Schüler ausgesetzt, da sie einerseits in einer herausgehobenen Stellung sind, andererseits nicht die Erfahrung im Umgang dem Internet haben.

Ebenso besteht Beratungsbedarf für Unternehmen, etwa bei der Erstellung sog. Social Media Guidelines, die den Umgang von Sozialen Medien im Unternehmen bzw. während der Arbeitszeit regeln.