ICANN ermöglicht neue Top Level Domains

Die “Internet-Regierung” Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat am 20.06.2011 das Bewerbungsverfahren für die seit Jahren angekündigten neue Top Level Domains angekündigt, nachdem die ICANN bereits im Juni 2008 den Startschuss für die Einführung eines neuen Namenraums  im Netz gegeben hatte. Nach den ersten Erweiterungen der sogenannten Root-Zone in den Jahren 2000 und 2004 soll nun ein reguläres Verfahren für die Beantragung neuer Top Level Domains neben den bekannten (Beispielsweise .com, .de, .at etc) etabliert werden, bei dem fast alle Begriffe als Top Level Domains ausgewählt werden können. Um aber insbesondere auch den kennzeichnunsrechtlichen Bedenken Rechnung zu tragen, wird die Meßlatte hoch gehängt, allein eine Bewerbungsgebühr kostet 185.000 USD, damit der Markenschutz gewahrt bleibt.
Nach dem nun verabschiedeten Prozedere können sich vom 12. 01.2012 bis zum 12.04.2012 Unternehmen und Organisationen bei der ICANN um die Zuteilung neuer TLDs wie .music, .eco, .green, .africa oder .berlin bewerben. Grundlagen zu den neuen TLDs und zum Bewerbungsverfahren erklärt die ICANN in einer FAQ, die genauen Regeln erfahren Bewerber im gTLD Applicant Guidebook. Zwar wird es noch eine ganze Weile dauern, bevor die neue Namen in die Rootzone eingetragen werden, da ICANN sich bis November 2012 Zeit nimmt für die Evaluierung. Dennoch sorgte die beim 41. Treffen der ICANN in Singapur nach über sechsjähriger Diskussion getroffene Entscheidung für Beifallsstürme im Publikum.

Bis zuletzt hatten Regierungsvertreter versucht, den bereits mehrfach verschobenen Starttermin noch einmal zu verzögern. Das US-Handelsministerium hatte vor wenigen Tagen in einem Brief ausdrücklich gewarnt, neuen TLD-Betreibern automatisch eine Bündelung der Registry- und Registrartätigkeit zu erlauben. Bei einer Sitzung am Sonntagabend hatten insbesondere europäische Regierungen zudem auf weiteren Nachbesserungsbedarf im Bereich Markenrecht verwiesen. Ein Vertreter der EU-Kommission hatte dabei zur Verwunderung vieler Beobachter die ICANN-Spitze heftig angegriffen.

Die “Internet-Regierung” Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat am 20.06.2011 das Bewerbungsverfahren für die seit Jahren angekündigten neue Top Level Domains angekündigt, nachdem die ICANN bereits im Juni 2008 den Startschuss für die Einführung eines neuen Namenraums  im Netz gegeben hatte. Nach den ersten Erweiterungen der sogenannten Root-Zone in den Jahren 2000 und 2004 soll nun ein reguläres Verfahren für die Beantragung neuer Top Level Domains neben den bekannten (Beispielsweise .com, .de, .at etc) etabliert werden, bei dem fast alle Begriffe als Top Level Domains ausgewählt werden können. Um aber insbesondere auch den kennzeichnunsrechtlichen Bedenken Rechnung zu tragen, wird die Meßlatte hoch gehängt, allein eine Bewerbungsgebühr kostet 185.000 USD, damit der Markenschutz gewahrt bleibt.
Nach dem nun verabschiedeten Prozedere können sich vom 12. 01.2012 bis zum 12.04.2012 sowohl nationale und internationale Organisationen als auch Unternehmen bei der ICANN bewerben, um neue Top Level Domains zugeteilt zu bekommen. Wie berichtet wird, ist bereits die Top Level Domain .berlin geplant. Geregelt ist die Materie in dem so genannten “gTLD Applicant Guidebook” von ICANN. ICANN will bis November 2012 die ersten neuen Top Level Domains in die Root-Zone eintragen.

Trotz Kritik aus Noramerika und Europa entschied sich ICANN dennoch für das nunmehr vorgelegte Bewerbungsverfahren, um dem Markenschutz Rechnung zu tragen.